Meinung: Eine Messe mit 3G

Wie schon im Messebericht festgestellt, liebe Leserinnen und liebe Leser, war die diesjährige Spiel ein wenig anders. Das lag auch am Sicherheits- und Hygienekonzept, zu dem ich Ihnen hier meine Meinung kundtun möchte.

Mr Meeple RechtsFür die diesjährige Spiel galt die 3G-Regel – es durften daher nur Besucher kommen, die entweder geimpft, genesen oder getestet waren. Die Nachweise mussten beim Eingang in digitaler Form (im Idealfall) vorgelegt werden. Darüber hinaus galten die üblichen AHA-Regeln sowie das Tragen einer medizinischen Maske in allen Messehallen. Das galt auch schon für die Neuheitenschau, die am Mittwoch vor Messebeginn für die Presse stattfand. Ordnungsgemäß stellte ich mich an, bewaffnet mit Nachweis auf dem Smartphone, Pressekarte und Personalausweis. Ein schneller Blick vom Sicherheitspersonal und ich durfte hinein – beim im Nachweis reichte ein Blick auf den QR-Code. Übrigens den meiner werten Gattin, wie ich hinter der Sicherheitskontrolle bemerkte. Für gemeinsame Unternehmungen haben wir sicherheitshalber auch den Code des jeweils anderen auf dem Smartphone. Da ein solcher Sonderfall kaum auf die Mehrheit der Besucher zutreffen dürfte, darf man die Kontrolle getrost als ausreichend bezeichnen.

Disziplinierte Besucher

Anders wäre es spätestens auch am folgenden Tag nicht mehr gegangen, denn da galt es, ganz andere Besucherzahlen zu kontrollieren. Ein großes Lob geht an die gesamte Brettspiel-Community, die sich vorbildlich an die Maskenpflicht gehalten hat. Niemand lief ohne Maske über die Messe, in wenigen Ausnahmefällen (trinken, ein kleiner Snack) nahm der ein oder andere sie auch schon einmal in der Galeria ab. Etwas weniger diszipliniert zeigten sich die Spielefans beim Schlangestehen. Die überall eingeforderten 1,5 Meter waren es wohl nie, vor allem nicht an den Verkaufsständen und in den Vorbesteller-Schlangen. Aber will man den begeisterten Spielern wirklich einen Vorwurf machen, die so lange auf ihr Lieblingsvergnügen in Essen verzichten mussten? Eher nicht.

Desinfektionsmittel allerorten

Lobenswert zu erwähnen, dass überall ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden war. Dieses wurde zum einen seitens der Messe bereitgestellt – praktischerweise in großen Spendern, die ganz hygienisch per Fußpedal zu bedienen waren. Dafür gab es in diesem Jahr deutlich weniger Abfalleimer. Da das Essen in den Hallen außerhalb der Restaurants ohnehin nicht erlaubt war, waren diese aber auch nicht in der üblichen Menge nötig. An den Ständen sorgten die Aussteller für die Möglichkeit des Händedesinfizierens, an das sich alle vor und nach den Spielpartien hielten. Da viele Aussteller das Desinfektionsmittel auch aus ihren Heimatländern mitbrachten, hat man auf diesem Weg einmal ganz neue Markennamen kennengelernt (Entschuldigung, mein britischer Humor).

Die breiten Gänge sorgten für deutlich mehr Platz. Allein, gerade am viel besuchten Donnerstag war es dann doch nicht immer möglich, den selbst gewünschten Abstand einzuhalten. Irgendwie ist man es nicht mehr so wirklich gewohnt, Menschen derart nahe zu kommen. Aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich wieder geben.

Insgesamt kann man das Hygienekonzept des Friedhelm Merz Verlages und der Messe Essen nur loben. Noch mehr loben muss man die Besucher, die sich an alle Regeln gehalten haben.

Hygiene Spiel 21

Grafik: © jro-grafik - stock.adobe.com, Foto: © spieledorf.net

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